Die Melchiorbuben – Eine Jugendgeschichte aus bewegter Zeit

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Beschreibung

Bratschi, Peter (1948). Die Melchiorbuben: Eine Jugendgeschichte aus bewegter Zeit. A. Francke. AG. Bern. 142 Seiten.  

Zuerst sind es zwei kleine Schlingel, diese Melchiorbuben, sie vertrödeln ihre Zeit beim Forellenfang, sind für allen Unfug leicht zu begeistern und sind ihren schaffigen Eltern eine recht zweifelhafte Hilfe. Später treffen wir sie als halbwüchsige Burschen, die sich bereits in Sturm und Wassernot zu bewähren haben und in gemeinsamem hartem Tagewerk mit ihrem Vater charakterlich geprägt und gefestigt werden. Schliesslich begleiten wir die Melchiorbuben im männlichen Tun auf ihre erste Gemsjagd, aber auch auf ihre erste Saumerfahrt über die Grimsel, die im Kampf gegen Naturgewalten und Menschentücke zur Bewährungsprobe für ihre Zähigkeit und ihren Mut wird. So ersteht mit dem Heranwachsen der Melchiorbuben in kräftigen und unverfälschten Bildern das Leben der Bewohner von Innertkirchen mit all seinen Unsicherheiten und Gefahren, wie es am Ende des 18. Jahrhunderts Alltag war, als sich noch die letzten Bären in den Bergwäldern herumtrieben, in der Gegend noch Erz geschürft und verhüttet wurde und der Grimselpass eine Hauptader des Säumerverkehrs war. Kaum ein anderer als Peter Bratschi, der mit seinem ganzen Wesen im Bergbauerntum wurzelt, hätte dieses Buch mit solcher Unmittelbarkeit schreiben können, das durch seine Erlebnisfülle die reifere Jugend anspricht und auf bleibende Werte hinweist.