Beschreibung
Transhelvetica – Schweizer Magazin für Reisekultur (Band 4 Mai/Juni 2011). Schwerpunkt Ross. 96 Seiten. ISBN 977-1664172006
Das Ross ist eines der ältesten Haustiere des Menschen und hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich der homo sapiens so rasch und schnell über die Welt verbreiten konnte: seit seiner Domestizierung trug es den Menschen in Windeseile über grosse Distanzen, half mit, grosse Felder zu bestellen oder wilde Tiere zu jagen und diente mit seiner edlen Gestalt als Statussymbol derjenigen Leute, welche gerne auf dem hohen Ross sitzen. Heute dienen die meisten Schweizer Rosser ihren Besitzern als Sport- und Freizeitpferde und können ihre weitergehenden Dienste nur noch ausnahmsweise erbringen – etwa beim Militär oder der Polizei. Doch die 6 000 Jahre des Zusammenlebens sind nicht spurlos vorübergegangen: das Ross hat sich seinen Platz weit über den Sattel hinaus erkämpft und ist trotz der motorischen Weiterentwicklung der Pferdestärke noch an allen Enden und Ecken zu entdecken: sei’s an der Rössligasse in Zürich oder in der Reitschule in Bern, an der Rue du Cheval-Blanc in Genf oder auf dem Rossboden in Chur. Diesem reichen und eleganten Erbe haben wir nachgespürt, um Ihnen nun von einigen ausgewählten Begegnungen mit d en Equiden in d er Schweiz zu berichten. Beispielsweise von deren Jagd im wilden Glarnerland, von den frei lebenden Herden auf dem Monte Bisbino oder von der umfassenden Verwertung und Verwurstung im Zürcher Oberland. Dazu sind wir auch mal von unserem Ross heruntergestiegen, haben cool einen Rösslistumpen angesteckt und versucht, auf St. Luzisteig Spuren der längst in den Sonnenuntergang davongerittenen Trainpferde zu finden. Wir hoffen, dass wir Ihnen damit ein paar inspirierende Ideen für neue Ausflüge in der philippinen Schweiz bereiten können und wünschen Ihnen eine vergnügliche Lektüre. Jon Bollmann



